MINT-Projekttag Strahlung zur Talentförderung an der THM Gießen

Am 24. Februar 2026 nahmen 5 MINT-interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9a und 9e der Martin-Luther-Schule ganztägig am „MINT-Projekttag Strahlung“ an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen für besonders begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 teil. Dieser wurde für insgesamt 60 leistungsstarke Jugendliche des Schulamtsverbunds Mittelhessen angeboten und holte das Thema Strahlung aus der Theorie direkt ins Labor.

Für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler war der Tag weit mehr als nur eine zusätzliche fordernde Physikstunde. Er bot einen tiefen Einblick in die Welt der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) und diente als erste Orientierung und mögliche Weichenstellung für die spätere Berufswahl.

Das THM-Projektteam vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung (MND) sowie Wirtschaftsingenieurwesen (WI) hatte ein abwechslungsreiches Programm mit vielfältigen Experimenten vorbereitet, um den Jugendlichen in Kleingruppen an insgesamt 8 Stationen praktische MINT-Anwendungsfelder der THM in Studium und Beruf zu zeigen. In der Mittagspause gab es als Bonus für alle ein kostenloses Essen in der Campus-Mensa, so dass die Jugendlichen auch in diesen Teil des studentischen Alltags hineinschnuppern konnten.

Dozenten und Studierende stellten den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern folgende Studien- und Arbeitsbereiche der THM in Form von Workshops vor: Fotografie und Bildverarbeitung, Reinforcement Learning, Mathematische Optimierungsprozesse in wirtschaftlicher und industrieller Anwendung, Virtual Reality als Werkzeug in Entwicklungsprozessen, 3D-Druck / Additive Fertigungsverfahren, Erneuerbare Energiequellen, Bildklassifizierung mittels KI und Spektrometrie in Wissenschaft und Technik.

Besonders faszinierte viele der Teilnehmenden die gemeinsame Entwicklung von cleveren Strategien in mathematischen Optimierungsprozessen, die in der Wirtschaft und Industrie zur Anwendung kommen und bereits in bekannten Algorithmen umgesetzt werden.

Im Workshop zur Spektrometrie stand die Analyse von Licht und Lichtquellen zur Charakterisierung von optischen Bauelementen im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler analysierten beispielsweise spezielle Laborlampen, verschiedene Smartphone-Beleuchtungen sowie die Grenzen des menschlichen Auges in der Farbwahrnehmung. Auch experimentierten sie mit spannenden Phänomenen der Lichtpolarisation, die unter anderem bei Sonnenbrillen und dem 3D-Kino ihre technische Anwendung finden.

Neben der fachlichen Komponente stand auch die Berufsorientierung im Fokus. Viele der begabten Jugendlichen wissen zwar um ihre Stärken in den Naturwissenschaften oder Mathematik, kennen aber selten die konkreten Berufsbilder dahinter. Dozenten und Studierende der THM zeigten auf, wie vielfältig die Wege nach dem Abitur sein können, zum Beispiel in den Bereichen Medizinische Physik, Strahlenschutz und Umwelt oder dem Ingenieurwesen. Für die begabten Neunt- und Zehntklässler war dieser Tag eine wertvolle Orientierungshilfe, der Berührungsängste abgebaut und gezeigt hat, dass auch Naturwissenschaften enorme kreative und gesellschaftliche Relevant besitzen.

Durch den Mix aus anspruchsvollen Experimenten und direktem Austausch mit Dozenten und Studierenden erhielten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Chance, das „Phänomen Strahlung“ experimentell zu erkunden, sondern konnten gleichzeitig einen echten Blick hinter die Kulissen akademischer MINT-Berufe werfen. So erhielten sie ein realistisches Bild vom Campusleben und den akademischen Karrierechancen in der Region – mit strahlenden Aussichten.

(Lubeley)

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