Lesung mit Jugendbuchautor Ortwin Ramadan

Am Mittwoch, den 25.01., stand für die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8a und 8b ein besonderer Programmpunkt auf dem Stundenplan: Im Rahmen des Marburger Lesefestes las der bekannte Jugendbuchautor Ortwin Ramadan aus seinem aktuellen Buch „Der Schrei des Löwen“.

Ramadan erzählte vor den Augen und Ohren der Zuhörer die spannende Geschichte zweier Brüder, die versuchen, der Not und Armut in ihrem Heimatland Nigeria zu entfliehen, und dazu die gefährliche Reise nach Europa antreten. Der Autor packt hier ein ernstes, wichtiges und für die Schüler nicht ganz einfaches Thema an. Dennoch, oder gerade deshalb, waren sie von der Lesung sehr angetan. Dazu trug sicherlich auch bei, dass der Autor immer wieder mit den Schülern ins Gespräch kam, geduldig auf Fragen antwortete und seine Lesung mithilfe von Karten und anderen Erläuterungen anschaulich gestaltete. Möglich gemacht wurde die Lesung auch durch die Unterstützung des Fördervereins EMS, der die Kosten für die Veranstaltung übernommen hatte, wofür die Schüler und die Lehrer, Michael Röhrig und Markus Schmidt, sehr dankbar sind.

„Die Geige beginnet…“ Martin-Luther-Schule bietet Förderkonzept für junge Streicher an

Am Samstag, den 14. Januar 2012, trafen sich 23 Fünftklässler zu einem besonderen Vormittag in der Martin-Luther-Schule. Für die Schüler stand die Erkundung der Familie der Streichinstrumente auf dem Programm. In Kleingruppen befassten sie sich mit Violine, Bratsche, Cello und Kontrabass jeweils unter Anleitung fachkundiger Instrumentalisten des MLS-Orchesters, der Jungen Marburger Philharmonie und Kolleginnen der MLS. Schulleiter Karl Goecke würdigte das Engagement der Orchestermusiker am Wochenende und betonte die Wichtigkeit musischer Bildung in Schule und Freizeit. Ziel der Aktion sei, gezielt Streichernachwuchs in den Reihen der neuen Schüler anzusprechen und mit individuellen Unterrichtsangeboten zum Beispiel in Kooperation mit der Musikschule Marburg zu fördern.

Neben dem Ausprobieren unter Anleitung kamen an PC-Stationen Hörausschnitte und interaktive Lernprogramme zur Streicherfamilie zum Einsatz. Die Elternbeirätin Anke Montermann lobte den Einsatz aller Beteiligten und bot im Namen des Elternfördervereins Unterstützung an. Nach zwei Stunden Gruppenunterricht leitete Musiklehrerin Birte Prigge die Schüler zum gemeinsamen Orchesterkanon „Die Geige beginnet…“ an. Der voluminöse Streicherklang begeisterte Schüler wie Zuhörer und war krönender Abschluss eines gelungenen Vormittags, der künftig jedes Jahr interessierten Schülern angeboten werden soll.

Schülerinnen der MLS bei deutsch-französischen Wissenschaftsforum in Berlin

Vier Schülerinnen der Klasse 9c fuhren mit ihrer Lehrerin, Frau Flammer, vom 24. – 28. Januar 2012 nach Berlin, um dort bei einem Wissenschaftsforum für Jugendliche ihr letztjähriges Projekt „Ich ändere mein Leben – nachhaltig“ vorzustellen. Eingeladen zu diesem Forum, bei dem es rund um erneuerbare Energien ging, hatte das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW). 13 Schülergruppen aus Deutschland und 13 aus Frankreich mit je vier Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 18 Jahren stellten dort während einer dreitägigen Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum ihre Projekte vor und erläuterten an selbstgestalteten  Ständen mit Experimenten, Computeranimationen, Fragebögen, Spielen und anderen Mitmachaktionen ihre Themen und gewonnenen Ergebnisse. Beispielsweise hatten sie sich mit der Standortplanung von Windenergieanlagen, dem Thema Energie und Transport oder dem weiteren Ausbau der Nutzung von Sonnenenergie befasst.

Am Stand der Martin-Luther-Schule ging es um den gesellschaftlich-politischen Aspekt des Themas: Wie gehen Städte und Gemeinden mit dem Thema „Klimawandel“ und der Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen um? Welche Anreize setzen sie für die Bürger, energiebewusster im Alltag zu handeln? Wie weit ist das Angebot des öffentlichen Verkehrs gefächert? Solche und weitere Fragestellungen wurden vergleichend in Marburg und Poitiers ( Frankreich) untersucht mit dem Ergebnis, dass sich beide Partnerstädte den Zielen der Agenda 21 verpflichtet haben und bemüht sind, den Ausstoß von Treibhausgasen gemäß dem Kyoto-Abkommen von 2005 zu reduzieren. Dies geschieht beispielsweise durch ein öffentliches Leihfahrradangebot, die Betreibung der städtischen Busse mit Erdgas und die Nutzung der Abwärme von Müllverbrennungsanlagen zu Heizzwecken oder auch der Subventionierung von wärmedämmenden Baumaßnahmen für Haus- und Wohnungsbesitzer.

Durch eine Fragebogenaktion konnte das Publikum erfahren, ob es selbst „nachhaltig“ handelt. Dies bekam jeder Standbesucher  mit einem grünen Button „Ich handele nachhaltig – j’agis de façon durable“ bescheinigt, wenn er beispielsweise ankreuzen konnte, dass er beim Zähneputzen das Wasser nicht laufen lässt, dass er nicht mehrmals am Tag, sondern nur alle zwei Tage duscht und das Licht beim Verlassen des Zimmers löscht. Dies  waren sowohl Schulklassen aus Berlin und dem angrenzenden Land Brandenburg als auch die regulären Besucher des Museums.

Die vom DFJW finanzierte Veranstaltung bot einen großzügigen, kommunikativen Rahmen für den Austausch zwischen den deutschen und französischen Jugendlichen. Abgerundet wurde das Programm durch wissenschaftliche Vorträge von Fachleuten und Workshops für die Teilnehmer und deren Betreuer, sowie durch eine stimmungsvolle abendliche Stadtführung durch das frostig kalte Berlin und einen verdienten Abschlussabend mit Buffet und Unterhaltung für die fleißigen Teilnehmer des Forums. „Berlin ist auf jeden Fall eine Reise wert!“ – so  lautete das Fazit der Martin-Luther-Schülerinnen, als sie müde, aber zufrieden am Samstagnachmittag wieder in Marburg bei ihren Familien landeten.

 

Marburg, den 28.1.12                                                                                              Carola Flammer