5c trifft A. Steinhöfel – Auf den Spuren von „Paul Vier“…

…war die Klasse 5c der Martin-Luther-Schule in Biedenkopf an der Lahn.

Paul Vier ist der Protagonist des Jugendromans „Paul Vier und die Schröders“, den die Klasse im Deutschunterricht gelesen hatte. Es handelt sich um ein weniger bekanntes Buch von niemand anderem als Andreas Steinhöfel, dem Autor der bekannten Kinderbücher um „Rico und Oskar“, und die Handlung spielt in Biedenkopf bzw. „Bergwald“.
Auf dem Marktplatz nahmen wir das erste Frühstück ein und wurden von dem Kulturrefe-renten der Stadt mit Schokoladenostereiern buchstäblich überrascht, bevor wir den Schrift-steller selbst in einer Biedenkopfer Buchhandlung trafen. Dort las er uns zunächst aus seinem Werk vor, beantwortete die neugierigen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Wir erfuhren zum Beispiel, dass er drei Monate gebraucht hatte, um sein zweites Buch, „Paul Vier“, zu schreiben. Und natürlich signierte er die mitgebrachten oder vor Ort erstandenen Bücher.
Und dann ging es mit Andreas Steinhöfel zu Fuß durch die Stadt und an die Lahn, wo die Handlung von „Paul Vier“ spielt. Der Autor zeigte uns die verschiedenen Orte, an denen sich Paul und seine Freunde und Gegenspieler aus der Ulmenstraße aufhalten und aufeinander-treffen. Da ist zum Beispiel das Rathaus, das früher eine Schule war, nämlich das Gymnasium von Biedenkopf, das sowohl Paul als auch Andreas Steinhöfel selbst besuchten. Dann ging es an der Lahn entlang zum Wehr, dem Lieblingsort von Paul und seinem Freund Claus, und über die Lindenbrücke in den Stadtteil „Sachsenhausen“, wo die Ulmenstraße, eigentlich Urbannstraße, der Hauptort der Handlung, liegt.
Hier kann man sich die Häuser der einzelnen in der Geschichte vorkommenden Familien gut vorstellen, und vor allem ist da aber auch die Holzbrücke, von der aus Paul bei seiner Ret-tungsaktion für Sabrina in die Lahn fällt und sich den Arm bricht. Sie ist noch völlig intakt, so wie sie der Autor aus seiner Kindheit kennt – seit einigen Jahren wohnt er selbst auch wieder in Biedenkopf. Wir haben es nicht ausprobiert, auf dem Geländer der Brücke zu balancieren wie Sabrina, schließlich wollten wir ja den Heimweg nach Marburg unbeschadet antreten.
Nach einer ausführlichen Picknick-Pause auf dem Spielplatz mit (Füße)baden in der Lahn bedankten wir uns sehr bei Andreas Steinhöfel für den tollen Vormittag, den wir unter seiner Führung verlebt hatten. Die 5c ist schon gespannt auf die versprochene Fortsetzung und den nächsten Film von „Rico und Oskar“.

Carola Flammer 24.April 2018

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