MLS-Schüler besuchen internationales Symposium ‚Radioprotection‘ in Paris

Nach Besichtigung des Atommülllagers „Asse“ erstattet die MLS-Physik-AG in Paris Bericht – auf französisch!

Wie viel Atommüll geht auf Deine Kappe? Und wo in Deutschland soll er vergraben werden? Diese und andere Fragen beantwortete die sechsköpfige AG Radioprotection in ihrem Vortrag auf dem internationalen Meeting der französischen Strahlenschutzbehörde in Paris. Und umgekehrt war auch viel von den Schülern aus Fukushima, Moldawien, Weißrussland, Kolumbien und natürlich Frankreich zu lernen: Wer hätte schon gedacht, dass die Strahlungsgrenzwerte in Japan ein Zehntel der EU betragen und der rundum gesunde Reis aus Fukushima dennoch keine Käufer findet? Natürlich blieb dabei noch genügend Zeit für das obligatorische Sightseeing in Paris und eine Bootsfahrt auf der Seine. Eine tolle Gelegenheit zum wissenschaftlichen Austausch in französischer Sprache unter der Anleitung von Frau Dr. Ellenberger, Frau Flammer und Herrn Dr. Soll, an der die MLS hoffentlich auch zukünftig mit physikinteressierten Schülern aus der Oberstufe.

Betina Griesel

MLS-Gesangsformation „En Voc!“ bei Schulen Musizieren in Frankenberg

Die a-cappella-Formation, bestehend aus Finn Schüßler, Carmen Greinke, Annika König und Eleonore Zapf, probt seit einem Jahr unter der Leitung von Frau Griesel. Bisher trat das Ensemble zu verschiedenen Anlässen mit unterschiedlichen Programmen auf. Für die Regionalbegegnung von „Schulen in Hessen musizieren“ wählten sie mit Rheinbergers Vertonung des Mörikegedichtes „Ein Stündlein wohl vor Tag“, Billy Joels „For The Longest Time“ und „An Irish Blessing“ von James Moore ein anspruchsvolles Programm aus. Ihre durchweg sichere Intonation und der dem Ensemble eigene, ausgewogene Klang der 4 Stimmen sorgte beim Publikum aller Altersklassen für eine gespannte „Lausch-Atmosphäre“. Das Ensemble bekam viel Lob und Glückwünsche für seine gelungene Performance und nimmt den fasziniert-erstaunten Ausruf eines Erstklässlers „das war …voll krass!!!“ als Motivation mit in die Arbeitsphase vor den Schulkonzerten.

 

Betina Griesel

Projekt „Radioprotection“ – MLS-Schüler besuchen die Schachtanlage Asse

Ein besonderes Erbe hat die vorherige Generation den heutigen Schülern überlassen: Ein Bergwerk voller Atommüll, der mit dem Grundwasser an die Oberfläche zu drängen droht. Davon konnte sich nun auch die Projektgruppe Radioprotection unter der Leitung von Dr. Ellenberger und Dr. Soll vor Ort überzeugen – und wird darüber auf einem internationalen Schülersymposium „Radioprotection“ in Paris berichten.
Mit einem mulmigen Gefühl ging es die knapp 800m bergab, wo 126000 radioaktive Fässer lagern – momentan allerdings so gut abgeschirmt, dass keine Gefahr für die Besucher bestand. Doch nach und nach dringt das Grundwasser in die Schächte und droht den Atommüll an die Oberfläche zu spülen. Wie der in den 60er und 70er Jahren dort „entsorgte“ Atommüll wieder nach oben transportiert werden kann, ohne Anwohner und Arbeiter zu gefährden, weiß die Strahlenschutzbehörde selbst noch nicht genau, aber zu dem 6 Milliarden-Projekt gibt es atomgesetzlich keine Alternative. Über technische Probleme, politische Fehlentscheidungen, Vertrauensbrüche und Versuche, das Vertrauen wieder herzustellen, informierte das Bundesamt für Strahlenschutz die Schüler der MLS ausführlich. Eine nicht alltägliche Erfahrung und ein spannender Ausflug fanden alle Teilnehmer! D.Soll

 

Zusammengestellt von Betina Griesel

Bläserklassenkonzert in Dorlar

Lahnau-Dorlar – 30 musizierende Schüler der Martin Luther Schule Marburg waren angekündigt im Rahmen der Lahnauer Veranstaltungsreihe „Luther im Blick“ in der Evangelischen Kirche in Dorlar ein Konzert der besonderen Art zu präsentieren.

Jürgen Förster, ein Dorlarer Bub und Musiklehrer an der Schule, kam mit 50 jungen Musikern, die mit Trompeten, Posaunen, Waldhörnern, Querflöten, Klarinetten, Keyboards, Trommeln, Pauken und Gitarren ein großes Publikum restlos begeisterten. Was präsentiert wurde, waren keine Martin Luther Lieder, es war Blasorchester-Musik unterschiedlichster Stilrichtungen von klassischer Musik über Filmmusiken bis hin zu Bigband-Arrangements.

Jürgen Förster, der als Musiklehrer an seiner Schule hohe Anerkennung genießt und mit jungen Leuten gut und gern arbeitet, spielte im Wechsel mit der Bläserklasse plus und der Konzertband und auch mit beiden zusammen.

Die Lautstärke war zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig, doch die Begeisterung der jungen Musiker war ansteckend. Beginnend mit dem von beiden Gruppen gemeinsam dargebotenen „Mission Impossible“ führte das muntere Programm über Händels „Halleluja“, John Williams „Themes From Jurassic Parc“, dem „Marsch aus der Nussknacker-Suite“ von Tschaikowski und vielen weiteren Ohrwürmern. Jürgen Förster füllte die Pausen zwischen den Musikbeiträgen mit Aussagen zu „Luther und die Pädagogik“ und „Luther und die Musik“. Pfarrerin Manuela Bünger fand herzliche Worte des Dankes für eine großartige Truppe und ihren engagierten Leiter. Sie schloss die Veranstaltung mit Luthers Abendsegen. Klaus Moos

 

Zusammengestellt von Betina Griesel