Pädagogische Überlegungen zum Fahrtenprogramm der MLS

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Verschiedene Arten von Schulfahrten

  1. Klassenfahrten
    Klassenfahrten dienen in erster Linie dazu, an einem außerschulischen Ort den Zusammenhalt in der Klasse zu fördern und die sozialen Bindungen zu vertiefen. Sie betreffen jeweils die gesamte Klasse oder darüber hinaus die gesamte Jahrgangsstufe und sind ein Teil des Schulprogramms und des pädagogischen Konzepts der MLS.
  2. Studienfahrten
    Die Studienfahrten finden im Rahmen des LK-Tutoriums statt, sie sind inhaltlich an den Unterricht des Tutoriums gebunden. Das gemeinsam mit den SuS erstellte Programm knüpft an das Unterrichtsgeschehen an und erfordert die aktive Teilnahme der SuS.
  3. Exkursionen
    Exkursionen sind wie die anderen Fahrten auch Teil des pädagogischen Konzepts der MLS, sie sind klassen- bzw. kurs- oder auch jahrgangsgebunden und dienen in erster Linie der Erweiterung des sachlichen und des kulturellen Wissens.
  4. Austauschfahrten
    Sie sind ebenfalls Teil des Schulprogramms und der pädagogischen Konzeption der MLS, richten sich aber individuell an einzelne SuS, die ein besonderes Interesse für eine Fremdsprache oder ein fremdes Land haben. Austauschfahrten sind zumeist ein Angebot der jeweiligen fremdsprachlichen Fachschaft und beruhen auf deren Initiative. In der Regel sind sie eingebunden in eine Partnerschaftsbeziehung zu einer ausländischen Schule und beinhalten ein gemeinsames sprachliches und landeskundliches Projekt.

 

Pädagogische Ziele von Austauschfahrten

 

  • Realbegegnung mit der Sprache an einem außerschulischen Lernort ( à sprachpraktischer Zuwachs )
  • Realbegegnung mit der Kultur und der politischen-wirtschaftlichen Situation des Ziellandes ( à interkulturelles Lernen / Überwindung von Vorurteilen)
  • Wohnen in Gastfamilien ( à Förderung der Selbstkompetenz/ Selbstständigkeit/ Eigenverantwortung)
  • Eingliederung in eine fremde Gruppe und Anpassung an fremde Partner und Gewohnheiten (à Stärkung der Sozialkompetenz)

 

Kriterien für die Teilnahme an Austauschen:

 

  • Jeder kann und soll teilnehmen
    Das Ziel der MLS als moderner und weltoffener Schule ist es, dass möglichst jeder Schüler und jede Schülerin unserer Schule im Laufe seiner bzw. ihrer  Schulzeit bei uns an mindestens einem Austausch mit einer unserer Partnerschulen teilnimmt im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung, die soziale und interkulturelle Kompetenzen aufbaut und schult. Wir betrachten Austausche auch als Mittel zur Förderung guter und leistungsbereiter Schüler/innen, für die Austausche ein zusätzlicher Anreiz sein kann und ihren Begabungen in besonderer Weise Rechnung trägt.
  • Teilnahme an mehreren Austauschen ist möglich
    Da wir ein sehr breites Angebot und auch Verpflichtungen gegenüber unseren Partnerschulen haben, ist es normal und wünschenswert, dass ein Schüler eventuell, je nach Neigung, auch an mehreren Austauschen teilnimmt, d.h. dass die Teilnahme an einem ersten Austausch keinesfalls die Teilnahme an einem zweiten oder dritten Austausch ausschließt.
  • Anmeldung und Auswahlverfahren
    Man bewirbt sich für jeden Austausch neu und nimmt an einem Auswahlverfahren teil. Hierbei ist das bisher gezeigte Sozialverhalten an der MLS ein wesentliches Kriterium, d.h. dass die Entscheidung über die Teilnahme letztendlich bei der Schule liegt.  Die Teilnahme an vorherigen Austauschen bzw. die Anmeldung für mehrere Austausche ist kein Ausschlusskriterium.
  • Finanzen
    Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass ems, der Elternverein der MLS, anbietet, längerfristige zinslose Darlehen zu gewähren, und dass auch das Kreisjobcenter Marburg-Biedenkopf nach § 28 SGB II „Bildung und Teilhabe“ Kosten für unsere SuS übernimmt.
  • Individuelle Regelung der Leistungsnachweise
    Schülerinnen und Schüler, die an Austauschfahrten teilnehmen, wissen, dass sie selbst den ausgefallenen Unterricht kompensieren müssen und sind angehalten, sich selbstständig, z.B. über Mitschüler/innen, Materialien zu besorgen. Sie können auch von Klassenarbeiten oder Klausuren befreit werden und ggf. die Leistungen in einer anderen geeigneten Form nachholen (Absprache mit den Fachlehrern). Dies gilt auch für individuelle Auslandsaufenthalte.
  • Information und Kommunikation
    Wichtig ist es, vor und nach einem Austausch bzw. Auslandsaufenthalt das Gespräch mit den Klassen- und FachlehrerInnen bzw. den KursleiterInnen zu suchen und über evtl. entstandene Lücken und verpasste Leistungsnachweise und deren Kompensation zu sprechen.

 

 

Stand: Juni 2014                                                                                                                                                                                                          Flammer

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